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Studien- und Berufsorientierung in der Mittelstufe

Der Studien- und Berufswahlprozess kann von großer Relevanz für den weiteren Lebensweg sein, denn getroffene Entscheidungen prägen mitunter den Tätigkeitsbereich und die Zufriedenheit ganzer Lebensphasen. Daher ist es sinnvoll, entsprechend früh mit der Orientierung zu beginnen und breite Erfahrungen und Informationen zu ermöglichen. Deshalb starten wir unsere Studien- und Berufsorientierung bereits in der Mittelstufe. Auch wenn die meisten Schülerinnen und Schüler am HAG das Abitur als Abschlussziel anstreben, soll doch möglichst früh ein erster Einblick in das Berufsleben gewährt werden, um damit eine entsprechende Zukunftsplanung, die spätestens nach der zehnten Klasse in Form einer Berufsausbildung oder durch eine entsprechende, vielleicht durchaus schon zukunftsorientierte Schwerpunktsetzung in der Kurswahl der Oberstufe erfolgen kann, zu ermöglichen.

Aus diesem Grund liegen bereits vier Bausteine unseres Konzepts in der Mittelstufe. Der nach einem Landtagsbeschluss seit 2010 vorgeschriebene Berufswahlpass wird sinnvollerweise am Anfang dieses Prozesses eingeführt und kann als Grundlage für die weitere Orientierung und Sammlung dienen. In diesem Kontext soll auch verdeutlicht werden, wie wichtig beispielsweise soziales Engagement in Vereinen, Verbänden, Kirchen oder anderen Institutionen für spätere Bewerbungen jeder Art sein kann. Im Rahmen des Deutschunterrichts werden die Themenbereiche Bewerbung und Lebenslauf bereits in der achten Klasse angesprochen. Dieser Zeitpunkt wurde auf Wunsch des Schulelternbeirats gewählt, denn die Rückmeldungen der Eltern zeigten, dass die entsprechenden Kompetenzen bereits frühzeitig im Kontext der Bewerbung für das in der neunten Klasse stattfindende Berufspraktikum gebraucht werden. 

Dieses Berufspraktikum dauert zwei Wochen und liegt immer um den Halbjahreswechsel im Januar. Die dort gemachten Erfahrungen bringen stets wertvolle (positive oder negative) Eindrücke aus der Welt außerhalb der Schule für unsere Schülerinnen und Schüler. Häufig kann hieraus verstärkte Motivation auch für den Schulbetrieb gezogen werden. Eine weitere praktische Erfahrung bietet das Sozialpraktikum in der zehnten Klasse. Auf Initiative des Arbeitskreis "Soziales Lernen" und des Schulelternbeirats wird dieser Baustein seit dem Schuljahr 2008/09 am HAG durchgeführt.

Zusätzlich zu diesen festen Modulen stehen unseren Mittelstufenschülerinnen und -schülern auch weitere begleitende Angebote wie die individuelle Berufsberatung oder entsprechendes Informationsmaterial zur Verfügung. Einen erweiterten Überblick dazu geben unsere Seiten zur Studien- und Berufsorientierung.

Autor: Tobias Grehl