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Latein

Vorstellung

Fachbereichsleitung: Marcel Mertel

 

Zum Ausbildungsgang Latein am HAG

Von ca. 900 Schülern unseres Gymnasiums lernen etwa 30% der Schülerinnen und Schüler Latein. Unterrichtet werden sie von Frau Krumrey, Frau Neukam, Frau Nicola, Frau van Lier, Frau Weiler und Frau Wolf.

Latein wird am HAG als zweite Fremdsprache ab Klasse 6 angeboten. Bis zum ersten Halbjahr der 9. Klasse wird mit dem Lehrbuch "Via Mea" (Cornelsen) gearbeitet. Diese Zeit wird als Spracherwerbsphase bezeichnet.

Ab dem 2. Halbjahr der 9. Klasse werden erste Originaltexte römischer Autoren gelesen. Zum Ende der 10. Klasse erhält man bei mindestens ausreichender Leistung (05 Punkte) das „Latinum“ und kann Latein abwählen. Schüler, die bis zur 12. Klasse – im Grund- oder Leistungskurs - erfolgreich Latein gelernt haben, erhalten das „große Latinum“.

Für Schüler anderer Schularten, die ohne 2. Fremdsprache in die Oberstufe des HAG eintreten wollen, besteht die Möglichkeit, Latein als neu einsetzende Fremdsprache zu belegen, sofern hierfür genügend Anmeldungen vorliegen. Wer diesen Weg wählt, muss am Ende der 12. Klasse eine Prüfung absolvieren, um das Latinum zu erhalten.

Das Latinum ist für viele Studiengänge erforderlich. Dazu gehören Germanistik, Geschichte, Englisch, Französisch, Griechisch, Theologie, Philosophie und Archäologie. Von großem Nutzen sind Lateinkenntnisse auch für Jura, Medizin und Biologie. Wer sein Latinum an der Schule erworben hat, muss dies während des Studiums nicht nachholen.

Inhalte und Ziele des Faches Latein im Vergleich mit anderen Sprachen

Wer Latein lernt, lernt sich als Erbe einer abendländischen Tradition von Griechenland über Rom und das lateinische Mittelalter bis heute begreifen.

Wie auch in anderen Fremdsprachen werden einzelne Lektionen des Lehrbuches bearbeitet. Im Vergleich zu modernen Sprachen ergeben sich dabei aber Unterschiede:

  • Die Themenkomplexe unseres Lehrbuches "Lumina" führen die Schüler in die antike Römische Kultur ein: Römischer Alltag - Staat und Politik - Griechische Sagen - Philosophie -Medizin - Recht - Rom und die Christen - Römerstädte in Deutschland
  • Lateinunterricht ist auf Lesen und Übersetzen ausgerichtet, nicht auf Hörverstehen und Sprechen.
  • Beim Lesen gibt es keine Schwierigkeiten, da kaum Ausspracheprobleme vorhanden sind.
  • Die Unterrichtssprache ist Deutsch.
  • Lateinische Texte zu produzieren ist nicht erforderlich.


Vier Bestandteile kennzeichnen den Lateinunterricht:

  1. Erlernen der Wörter - Dabei werden Parallelen zu deutschen Fremdwörtern und modernen Sprachen aufgezeigt. So werden z.B. auch Englischvokabeln mitgeübt.

  2. Intensives Erlernen der Grammatik - Auch die deutsche Grammatik wird dabei systematisch aufgearbeitet.

  3. Übersetzen der Texte - Die Übersetzungsfähigkeit wird intensiver als in anderen Fremdsprachen trainiert. Zugleich wird eine Arbeitsmethodik zum eigenständigen Erschließen unbekannter Texte vermittelt. Wichtig ist die Arbeit am Detail: Die Schüler werden zu Genauigkeit erzogen, lernen analytisches Denken und schulen ihre deutsche Ausdrucksfähigkeit.

  4. Interpretieren der Texte; Eindringen in die römische Kultur - Durch die Interpretation der übersetzten Texte setzen sich die Schüler intensiv mit antikem Gedankengut auseinander: Sie vergleichen die Ansichten der Römer mit heutigen Sichtweisen und gewinnen mit zunehmendem Sprachverständnins auch immer mehr Einblicke in die Kultur der Römer und damit in die Grundlagen unserer europäischen Kultur. Interkulturelle Kommunikation und Toleranz werden gefördert.

Latein wird als "tote" Sprache bezeichnet, weil sie kaum noch gesprochen wird. Der Unterricht wird jedoch so "lebendig" wie möglich gestaltet: Exkursionen zu römischen Ausgrabungen und Museen, das Ausprobieren römischer Kinderspiele und Kochrezepte, spielerisches Erlernen von Vokabeln, der Einbezug von Videos, Folien, Hörbüchern und Repliken, das Zeichnen von lateinischen Comics oder Singen lateinischer Lieder stehen beispielhaft für eine lebendige und abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung.

 

Veranstaltungen und Wettbewerbe

Wettbewerbe

  • Talentwettbewerb "Panem et Circenses"

 

Pressetexte

DIE RHEINPFALZ, 6. Mai 2013

Die Rheinpfalz am 6.05.13 - Schlummernde Begabungen

Autor: Katharina Weiler