Zum Inhalt springen

Sozialkunde

Vorstellung

Fachbereichsleitung: Dirk Kunz

 

Das Fach Sozialkunde wird im G8-Ganztagssystem ab Klasse 8 unterrichtet. Am HAG setzen wir mit zwei Stunden im 2. Halbjahr der Jahrgangsstufe 8 ein. Schwerpunkte sind die Themen Familie, Recht und Medien.

In der Jahrgangsstufe 9 befassen sich die Schüler im zweistündigen Unterricht mit der Politik in der Kommune und im Bundesland. Erste politikwissenschaftliche Einblicke bietet die Auseinandersetzung mit dem Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland, da neben dem Erlernen der Grundstrukturen unseres politischen Systems auch die kritische Auseinandersetzung mit bspw. unserem Wahlsystem ansteht. Ein vierter Themenkomplex ist die Wirtschaftsordnung der BRD.

In der Oberstufe kann Sozialkunde als Leistungs- oder Grundfach gewählt werden. Schwerpunkte im vierstündigen Leistungsfach der 10. Jahrgangsstufe (G8) sind die Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik, im 11. Jahrgang folgen der politische Prozess (mit Schwerpunkt BRD) und die politische Theorie. In Klasse 12 werden Aspekte der europäischen und internationalen Politik behandelt, wie die Europäische Union, Friedenssicherung und Globalisierung. Das zweistündige Grundfach setzt ähnliche Themenschwerpunkte, allerdings in weniger vertiefter Form.

In G9 beginnt die Oberstufe im Jahrgang 11, die Themenschwerpunkte verschieben sich entsprechend.

Über das Faktenwissen und die Kenntnis politischer Zusammenhänge hinaus zielt der Sozialkundeunterricht auf die kritische Urteilsbildung und Kritikfähigkeit der Schüler, insbesondere mit Bezug auf die aktuelle Politik.

Zur lebendigen Politikvermittlung bietet das HAG verschiedene Projekte über den regulären Unterricht hinaus an.

 

Veranstaltungen und Wettbewerbe

  • Juniorwahl am HAG
  • Besuch des Finanzplatzes in Frankfurt
  • Besuch von der Landesabgeordneten Ruth Ratter (Grüne)
  • Planspiel "Bundestag"

Wettbewerbe

  • Jugend debattiert

 

Berichte

Juniorwahl am HAG – Schüler würden anders wählen

Am 04.03.2016 waren 467 Schülerinnen und Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums aufgerufen, an der Juniorwahl parallel zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz teilzunehmen. Wahlberechtigt waren alle Schüler von der 8. bis zur 12. Klasse. An der Wahl beteiligten sich 73,66% der aufgerufenen. Alle hatten vorher eine Wahlbenachrichtigung erhalten. Das Wahllokal stand ihnen von 8:45Uhr bis 13:00Uhr offen.

Organisiert wurde die Wahl von Frau Pins, unterstützt von Herrn Jung mit seinem Leistungskurs 11 und Herrn Schoppé mit dem Leistungskurs 12 und dem skek 3 12. Der LK von Herrn Jung hatte in der Aula im Vorfeld zahlreiche Plakatwände zu den zur Wahl stehenden Parteien gestaltet, an denen sich die Klassen und Kursen in den zwei Wochen vor der Wahl breit informieren konnten. Die Kurse von Herrn Schoppé waren für die Durchführung der Wahl zuständig. Sie schrieben fast 500 Wahlbenachrichtigungen und besetzten die Wahllokale als Wahlhelfer. Der Wahlvorstand, bestehend aus drei Oberstufenschülern (Alina-Marie Bohmüller, Leonie Penn und Sebastian Schlegel) sowie zwei Lehrern (Frau Pins, Herr Schoppé) zählte die Wahl noch am gleichen Tag aus und übermittelte die Ergebnisse an Kumulus e.V., die Organisatoren der Juniorwahl. Über das Endergebnis am HAG schwieg der Wahlvorstand bis Sonntag, den 13.03.2016 um 18:00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt erschienen die Ergebnisse auf der HAG Homepage und zeitgleich die Ergebnisse für ganz Rheinlad-Pfalz auf www.juniorwahl.de

Hier die Juniorwahl-Ergebnisse des HAG und aus Rheinland-Pfalz:

Juniorwahl2016-13  Juniorwahl2016-14

 

Am Montag, den 14.03.2016, diskutierte Frau Pins mit ihrem Deutschkurs 10 die Ergebnisse. Besondere Beachtung fand dabei das vergleichsweise starke Abschneiden der Grünen am HAG. Milena Weisenstein meint, dass es sie angesprochen habe, dass der Wahlkreiskandidat ein Student und noch jung gewesen sei. „Außerdem betrifft uns der Umweltschutz und der Klimawandel später einmal“, so die Zehntklässlerin. Auch der deutliche Unterschied beim Ergebnis der AfD war Thema im Kursgespräch. „Ich hätte lieber eine ganz kleine, wenig chancenreiche Partei gewählt als die AfD“, sagt Julia Schmitt, „die AfD halte ich für rückschrittlich“. Dem pflichtet Julian Scammell bei: „Die AfD hat sehr einfache Antworten parat. ‚Raus aus dem Euro, dann wird alles gut´, so einfach ist es eben nicht. Und zur Erklärung des „Erwachsenen-Ergebnisses“ sagt der Haßlocher: „Wir sind noch nicht so desillusioniert von der Politik. Die etablierten Parteien haben die Erwachsenen enttäuscht.“ Trotzdem meint Milena: „Wir Jugendlichen haben uns einfach mehr ´nen Kopf gemacht als die Erwachsenen. Die AfD – das ist doch keine Partei.“

Leistungskurse Sozialkunde erkunden den Finanzplatz Frankfurt

Die Schülerinnen und Schüler der beiden Leistungskurse Sozialkunde (MSS10 und MSS11) nutzten den Montag der Fensterwoche (8. Juni 2015), um sich in Frankfurt ein eigenes Bild von den Global Playern der Finanzwelt zu machen. Inhaltlich wurde durch diese Exkursion das Thema Wirtschaft mit seinem Schwerpunkt Finanzkrise vertieft, aber auch die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie sollte beleuchtet werden.

In diesem Kontext besuchten die Schülerinnen und Schüler nachmittags gemeinsam die Deutsche Börse AG und wurden am Börsenplatz in die grundlegenden Aufgaben und die Struktur dieses Unternehmens eingeführt. Auch wenn der Großteil des Handels mittlerweile digital über XETRA erfolgt, war der Blick auf das Handelsparkett ein spannendes Erlebnis – nicht zuletzt, weil der Ort jedem aus den Wirtschaftsnachrichten bekannt ist. Noch beeindruckender waren jedoch die genannten Geldmengen, die über die Deutsche Börse AG täglich umgesetzt oder von ihr im Kundenauftrag in einem „Tresorgebäude“ verwahrt werden. So lagert etwa die eigene Verwahrgesellschaft Clearstream dort Wertpapiere und Metalle im Wert von 11,6 Billionen Euro, also einem Vielfachen der deutschen Staatsschulden. Es verwunderte dann auch nicht, dass die Deutsche Börse AG mittlerweile selbst im DAX gelistet ist, also zu den 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands gehört.

Am Vormittag hatten sich die beiden Gruppen aufgeteilt. Der eine Teil der Schülerinnen und Schüler informierte sich bei der GLS Bank über den klassischen Konflikt von Ökonomie und Ökologie. Es wurde dabei deutlich, dass man auch als Bank annehmbare Gewinne machen kann, wenn man sich auf Nachhaltigkeit ausrichtet. Der andere Teil der Haßlocher besuchte die Deutsche Bank und erfuhr dort, welchen Stellenwert die Nachhaltigkeit für das Unternehmen bei der Modernisierung ihrer Zwillingstürme spielte, die nun auch mit dem Begriff der „Greentowers“ werben. Auch wurde viel über das soziale Engagement und die Kunstförderung des Unternehmens berichtet, aber leider ging man kaum auf die Ausrichtung der Bank auf das Investmentgeschäft und den am Tag zuvor bekanntgegebenen Führungswechsel im Haus ein. Trotzdem waren beide Bankbesuche nachhaltig beeindruckend, denn sie ermöglichten neue Perspektiven auf das Geschäft und die damit verbundenen Ideen der Banken.

BörsenbesuchBörsenbesuch
BörsenbesuchBörsenbesuch

Der Besuch des Finanzplatzes Frankurt bot den Schülerinnen und Schülern also die Möglichkeit ihr Wissen in der Realität zu überprüfen, Fragen an Experten zu stellen und neue Perspektiven zu gewinnen. Somit wurde das Wirken in den verspiegelten Bankentürmen der Großstadt durch unsere Exkursion in Ausschnitten transparenter und Wirtschaft(spolitik) für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar.

Besuch MdL Ruth Ratter

Die Landtagsabgeordnete Ruth Ratter (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) besuchte letzte Woche (12. Mai) das Hannah-Arendt-Gymnasium, um sich mit einigen Schülerinnen und Schülern über aktuelle politische Themen auszutauschen. Der Besuch stand im Kontext des Europatages.

Der Leistungskurs Sozialkunde der MSS12 empfing die Abgeordnete gerne und nutzte die Chance, um mit ihr ein kontroverses Gespräch über die Grenzen der Landespolitik und ihrer Fraktion hinaus zu führen.

Natürlich setzte bei diesem Gespräch Frau Ratter auch Ihre persönlichen Schwerpunkte, sodass, nachdem der Alltag einer Abgeordneten dargestellt und über die Energiewende diskutiert wurde, die Bildungspolitik des Landes ins Zentrum der Auseinandersetzung rückte. Inklusion, Ganztagsschulen, G8/G9 waren nur einige wenige Aspekte, die im Gespräch beleuchtet und kritisch reflektiert wurden. Das angeregte Gespräch mit einer „waschechten Abgeordneten“ wurde von den Schülerinnen und Schülern als sehr interessant wahrgenommen. Aber auch Frau Ratter scheint einen sehr positiven Eindruck unseres Leistungskurses zu haben, denn sie lud die Schülerinnen und Schüler prompt ein, den Landtag und sie nach dem schriftlichen Abitur zu besuchen. Ein Angebot, das wir natürlich gerne annehmen.

Besuch Ruth Ratter

 

Lebendige Sozialkunde am HAG

Planspiel Bundestag

Seit dem Schuljahr 2005/06 wird im Herbst mit dem gesamten Jahrgang 11 ein Planspiel durchgeführt. Seit dem Jahr 2008 simulieren wir den Gesetzgebungsprozess im deutschen Bundestag. Nachdem die Schüler drei Jahre lang über eine Aussetzung der Wehrpflicht debattierten, verhandelten die beiden letzten Jahrgänge über die Einführung einer Frauenquote in börsennotierten Unternehmen.


Jugend debattiert

Seit 2010 trainieren Schüler des HAG ab Jahrgang 8 ihre argumentativen und rhetorischen Fähigkeiten im Rahmen des Konzepts „Jugend debattiert“. Dieses wird von den sieben Projektlehrern im Deutsch- und Sozialkundeunterricht vermittelt; an den Unterricht schließt sich für besonders talentierte Debattanten und Juroren der Wettbewerb „Jugend debattiert“ an.

Zahlreiche genauere Informationen zum Wettbewerb "Jugend debattiert" findet man auf unseren Seiten dazu. Hier sind auch Berichte über die Erfolge der HAG-Schülerinnen und -Schüler nachzulesen sowie verschiedene Bilder und Zeitungsberichte zu finden.

Jugend debattiert - Regionalfinale 2013 - 06 Die Rheinpfalz vom 6.5.2012 - Kein Argument auswendig lernen


Juniorwahl

Begleitend zur Bundestagswahl 2013 nimmt das HAG im Herbst zum ersten Mal an der Juniorwahl teil. Das Projekt unterstützt Jugendliche bei ihrer Entwicklung zum mündigen Bürger. Im Unterricht werden die Schüler über das Wahlsystem und die Parteien sowie die aktuellen Programme und Ziele dieser zur Bundestagswahl informiert. Am Ende steht der eigentliche Wahlakt. Die Ergebnisse der Juniorwahl werden zeitgleich zur Prognose der „echten“ Bundestagswahl am 22. September 2013 um 18Uhr auf www.juniorwahl.de veröffentlicht.


Weitere exemplarische Projekte, Vorträge und Exkursionen

„Wenn man in Deutschland fragt, ob Millionäre höhere Steuern zahlen sollen, sind 90% der Bevölkerung dafür; in Amerika sind 90% dagegen.“ Laut Christoph von Marschall, Redakteur und Washington-Korrespondent des Berliner Tagesspiegel, sind Amerikaner zutiefst misstrauisch ihrer Regierung gegenüber, denken der Staat könne nicht mit Geld umgehen und bewundern Leute, die in der Privatwirtschaft zu viel Geld gekommen sind.

Diese und weitere interessante Hintergründe zum Thema „Amerika hat gewählt – die Folgen für Deutschland (oder: … für Europa)“ erfuhr der Sozialkunde Leistungskurs 13 von Frau Kexel bei seiner Teilnahme am Mittagsgespräch der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Kulturbrauerei Heidelberg. Weiter...

Bilder

Juniorwahl 2015/16 - 1Juniorwahl 2015/16 - 2
Jugend debattiert 2016Börsenbesuch
Autor: Stefanie Pins, Julius Jung