Zum Inhalt springen

Latein

Vorstellung

Fachbereichsleitung: Marcel Mertel

 

Zum Ausbildungsgang Latein am HAG

Von ca. 780 Schülerinnen und Schülern unseres Gymnasiums lernen viele als Fremdsprache  Latein. Unterrichtet werden sie von Frau Krumrey, Herr Mertel, Frau Neukam, Frau van Lier, Frau Weiler und Frau Wolf.

Latein wird am HAG als zweite Fremdsprache ab Klasse 6 angeboten. Bis zum ersten Halbjahr der 9. Klasse wird mit dem Lehrbuch "Via Mea" (Cornelsen) gearbeitet. Diese Zeit wird als Spracherwerbsphase bezeichnet.

Ab der 9. Klasse werden erste Originaltexte römischer Autoren wie zum Beispiel Phaedrus, Cäsar oder Cornelius Nepos gelesen. Zum Ende der 10. Klasse erhält man bei mindestens ausreichender Leistung (05 Punkte) das „Latinum“.

Das Latinum ist für viele Studiengänge erforderlich. Dazu gehören Germanistik, Geschichte, Englisch, Französisch, Griechisch, Theologie, Philosophie und Archäologie. Von großem Nutzen sind Lateinkenntnisse auch für Jura, Medizin und Biologie. Wer sein Latinum an der Schule erworben hat, muss dies während des Studiums nicht nachholen.

Inhalte und Ziele des Faches Latein im Vergleich mit anderen Sprachen

Wer Latein lernt, lernt sich als Erbe einer abendländischen Tradition von Griechenland über Rom und das lateinische Mittelalter bis heute begreifen.

Wie auch in anderen Fremdsprachen werden einzelne Lektionen des Lehrbuches bearbeitet. Im Vergleich zu modernen Sprachen ergeben sich dabei aber Unterschiede:

  • Die Themenkomplexe unseres Lehrbuches "Lumina" führen die Schüler in die antike Römische Kultur ein: Römischer Alltag - Staat und Politik - Griechische Sagen - Philosophie -Medizin - Recht - Rom und die Christen - Römerstädte in Deutschland
  • Lateinunterricht ist auf Lesen und Übersetzen ausgerichtet, nicht auf Hörverstehen und Sprechen.
  • Beim Lesen gibt es keine Schwierigkeiten, da kaum Ausspracheprobleme vorhanden sind.
  • Die Unterrichtssprache ist Deutsch.
  • Lateinische Texte zu produzieren ist nicht erforderlich.


Vier Bestandteile kennzeichnen den Lateinunterricht:

  1. Erlernen der Wörter - Dabei werden Parallelen zu deutschen Fremdwörtern und modernen Sprachen aufgezeigt. So werden z.B. auch Englischvokabeln mitgeübt.

  2. Intensives Erlernen der Grammatik - Auch die deutsche Grammatik wird dabei systematisch aufgearbeitet.

  3. Übersetzen der Texte - Die Übersetzungsfähigkeit wird intensiver als in anderen Fremdsprachen trainiert. Zugleich wird eine Arbeitsmethodik zum eigenständigen Erschließen unbekannter Texte vermittelt. Wichtig ist die Arbeit am Detail: Die Schüler werden zu Genauigkeit erzogen, lernen analytisches Denken und schulen ihre deutsche Ausdrucksfähigkeit.

  4. Interpretieren der Texte; Eindringen in die römische Kultur - Durch die Interpretation der übersetzten Texte setzen sich die Schüler intensiv mit antikem Gedankengut auseinander: Sie vergleichen die Ansichten der Römer mit heutigen Sichtweisen und gewinnen mit zunehmendem Sprachverständnins auch immer mehr Einblicke in die Kultur der Römer und damit in die Grundlagen unserer europäischen Kultur. Interkulturelle Kommunikation und Toleranz werden gefördert.

Latein wird als "tote" Sprache bezeichnet, weil sie kaum noch gesprochen wird. Der Unterricht wird jedoch so "lebendig" wie möglich gestaltet: Exkursionen zu römischen Ausgrabungen und Museen, das Ausprobieren römischer Kinderspiele und Kochrezepte, spielerisches Erlernen von Vokabeln, der Einbezug von Videos, Folien, Hörbüchern und Repliken, das Zeichnen von lateinischen Comics oder Singen lateinischer Lieder stehen beispielhaft für eine lebendige und abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung.

Aktuelles

Trierfahrt der Lateinklassen 2019

 

Trier ist das bessere Rom! Einst größte Stadt des Römischen Reiches nördlich der Alpen und wichtige Kaiserresidenz, wirkten dort römische Imperatoren wie Konstantin der Große. Aus diesem Grund erlebte die Stadt eine einzigartige kulturelle Blüte. Etliche Zeugnisse dieser Zeit wurden 1986 gar Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Kein Wunder also, dass sich die Lateinklassen der achten Jahrgangsstufe mit Frau Weiler und Herrn Mertel auch dieses Jahr wieder aufmachten, die Schätze der Augusta Treverorum kennenzulernen.

Trier-Exkursion 2019-07

Die erste Station der dreitägigen Exkursion vom 6. bis 8. Februar bildete das Wahrzeichen der Stadt, die Porta Nigra, die einst das nördliche Eingangstor in die Stadt war und die heute auch auf etlichen 1-Euro-Münzen zu bestaunen ist. Einen beeindruckenden Kontrast zwischen evangelischen und katholischen Gotteshäusern konnten die Schüler bei der Besichtigung des Trierer Domes und der Konstantinsbasilika wahrnehmen. Unterstützt durch lateinische Texte und Referate gewannen wir beim Besuch von Amphitheater und Kaiserthermen außerdem einen Eindruck vom Freizeitleben der Römer. Den Höhepunkt der Exkursion bildete allerdings wie jedes Mal das Rheinische Landesmuseum mit seinen Pretiosen. An dieser Stelle sollen nur der Trierer Goldschatz (mit 18 Kilo der größte Goldmünzen-Hortfund der römischen Kaiserzeit) und die Kopie der Igeler Säule (ein mit Reliefs geschmücktes 23 Meter hohes Grabmal) genannt werden.

Wie man sich vorstellen kann, macht die römische Stadt an der Mosel einen einmaligen Blick in die Antike möglich und ist deshalb gerade für Lateinschüler immer eine Reise wert.

Weitere Bilder zur Fahrt findet man hier in der zugehörigen Galerie.

Pressetexte

DIE RHEINPFALZ, 6. Mai 2013

Die Rheinpfalz am 6.05.13 - Schlummernde Begabungen

Autor: Katharina Weiler