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Freiwilliges Soziales Jahr am HAG

Seit 2013 haben wir am Hannah-Arendt-Gymnasium zwei FSJ-ler. Die Abkürzung steht für "Freiwilliges Soziales Jahr". Seit der Abschaffung des Wehr- und Zivildiensts erfreut sich diese Form des Dienstes an der Allgemeinheit immer größerer Beliebtheit in der Gesellschaft. Auch das HAG profitiert auf vielfältige Art und Weise von der Arbeit dieser jungen Menschen, die im Folgenden benannt und im Laufe de r Zeit auch vorgestellt werden.

Unsere FSJ-ler vom April 2013 bis März 2014

Seit 01. April 2013 leisten Lukas Baumann und Linda Nestler ihr Freiwilliges Soziales Jahr an unserer Schule ab. Beide stammen aus dem Abiturjahrgang 2013. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und wünschen den beiden alles Gute und viel Spaß und Freude während ihrer Dienstzeit.

Interview mit Linda Nestler

Wie alt sind sie?
Ich bin 21.

Warum haben sie sich für  ein freiwilliges soziales Jahr am HAG  entschieden ?
Um Erfahrug im Umgang mit Kindern zu sammeln.Zudem möchte ich die Zeit überbrücken,die ich noch brauche,bis ich den richtigen Ausbildungsplatz gefunden habe.

Sind sie den ganzen Tag an der Schule wie die G8-Schüler?
Ich bin meist von 8.00 bis mindestens 14.00 in der Schule.Manchmal auch länger.

Was halten sie von dem von dem G8-Konzept?
Für mich als Schülerin wäre dieses Konzept nicht geiegnet,da ich früher oft den ganzen Nachmittag draußen war um zu spielen.Zudem können sich die jüngeren Schülerinnen und Schüler nachmittags nicht mehr so gut konzentrieren, deshalb würde ich G8 erst ab der Mittelstufe einführen.Allerdings denke ich das dieses Konzept  gut für die Erziehung der Kinder ist.

Was für Aufgaben haben sie als FSJ-ler am HAG?
Ich mache oft Vertretung und betreue die jüngeren Schülerinnen und Schüler in der Mittagspause.Außerdem helfe ich im Sekretäriat die anfallende Büroarbeit zu erledigen.

Was gefällt ihnen am besten an ihrem Job?
Die Kinder.

Was war ihr bester Moment als FSJ-ler?
Als mich die Schüler für die coolste Lehrerin gehalten haben.

 

Unsere FSJ-ler vom April 2012 bis März 2013

Seit 1. April 2012 sind Niko Berkmann und Mathias Metter die ersten „FSJ-ler“ am Hannah-Arendt-Gymnasium. Nach dem Wegfall des Wehr- und Zivildiensts leisten immer mehr junge Menschen ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den neu eingeführten Bundesfreiwilligendienst. Da unsere Schule seit einigen Jahren ein Ganztagsgymnasium ist, ergab sich auch für das HAG die Möglichkeit, erstmals entsprechende Stellen zu schaffen.

Wie wichtig die Tätigkeiten der beiden Abiturienten des Jahrgangs 2012 sind, kann man Tag für Tag erleben, wenn man sich einmal die vielfältigen pädagogischen, organisatorischen und administrativen Aktivitäten anschaut, mit denen sie die Schulgemeinschaft bereichern und dadurch vieles entlasten und ermöglichen.

Ein Schwerpunkt der pädagogischen Tätigkeit liegt in der Mittagspause, wenn die Schülerinnen und Schüler zum Mittagessen begleitet werden, ehe nach der Rückkehr die Spielgeräte oder die Brettspiele ausgegeben werden und deren Nutzung beaufsichtigt wird. Auch bei der Anschaffung des Materials waren unsere FSJ-ler federführend, sondierten sie doch die Kataloge und Angebote und stellten eine entsprechende Liste zusammen. An diesem Beispiel wird auch deutlich, wie Pädagogik und Verwaltung Hand in Hand gehen, da auch ein entsprechender Ausgabemodus gefunden werden musste.

Niko Berkmann und Mathias Metter Spielekiste und Brettspiele - 03

Daher helfen beide auch bei vielen administrativen Tätigkeiten mit, die sich im Hintergrund abspielen, sei es bei der AG-Verwaltung, der Schulbuchausleihe und vielem mehr. Überhaupt ist eines von Niko Berkmanns Steckenpferden der informationstechnische Bereich, dort will er auch später einmal arbeiten. Davon profitiert die Schulgemeinschaft in nicht unerheblichem Maße, denn alle Rechner im Informatikraum wurden beispielsweise einer „Grundsanierung“ unterzogen und mit Hilfe unserer beiden FSJ-ler auf das neue Linux-Betriebssystem umgestellt. Mittlerweile hat sich im Lehrerkollegium herumgesprochen, wer bei PC- oder Technikproblemen Erste Hilfe leisten kann und „frag doch mal Mathias oder Niko“ ist ein oft gehörter Satz.

Für beide stellt das FSJ am HAG einen „schonenden Übergang zwischen Schule und Beruf“ dar, ermöglicht es ihnen doch ohne 100% Ernsthaftigkeit und Druck Erfahrungen in verschiedenen Bereichen zu machen. So will Mathias Metter im pädagogischen Bereich – wahrscheinlich im Bereich Schule – arbeiten, wofür der Perspektivenwechsel beste Grundlagen schafft. Denn neben der eigenverantwortlichen Gestaltung von Mittagspausenphasen für unsere Schülerinnen und Schüler unterstützen unsere FSJ-ler auch verschiedene Lernzeiten oder hospitieren im Fachunterricht.

Auf die Frage, wo denn die Schwerpunkte ihrer Tätigkeiten liegen, antworten beide schmunzelnd mit dem Satz „Wir machen alles, das ist am präzisesten“. Schade, dass die Zeit der ersten FSJ-ler am HAG bald bereits vorbei ist, denn mit dem Beginn der Osterferien 2013 ist das Freiwillige Soziale Jahr der beiden bereits beendet.

Autor: Tobias Grehl