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Auf den Spuren der Römer: Lateinkurs der Jahrgangsstufe 9 auf Exkursion in Trier

Drei Tage Kaiserglanz und perfektes Spätsommerwetter: Vom 2. bis 4. September 2026 ging es für den Lateinkurs der 9. Jahrgangsstufe des Hannah-Arendt-Gymnasiums in die älteste Stadt Deutschlands, nach Trier. Die Exkursion hat gezeigt, wie lebendig Geschichte werden kann, wenn man sie vor Ort entdeckt.

Von Centurionen und barocken Tugenden

Nach dem Check-in im historischen Warsberger Hof im Herzen der Altstadt ging es direkt in die Antike und das Mittelalter. Am geschäftigen Hauptmarkt und rund um den Domfreihof entzifferte die Gruppe lateinische Inschriften und erkundete die Stadtgeschichte. Ein erstes Highlight war die inszenierte Führung „Das Geheimnis der Porta Nigra, bei der ein Centurio in voller Rüstung das römische Stadttor zum Leben erweckte. Vorbei an der imposanten Konstantin-Basilika schloss ein Spaziergang am Kurfürstlichen Palais den Tag ab: Im angrenzenden Palastgarten faszinierten die Rokoko-Skulpturen, die nicht nur antike Götter darstellen, sondern auch Tugenden wie die Weisheit (Sapientia) personifizieren.

Unterirdische Gänge und echtes Gladiator-Training

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des römischen Alltags und der Monumentalarchitektur: Beim Besuch der Ruinen und beeindruckenden unterirdischen Katakomben der Kaiserthermen erlebten die Jugendlichen, wie hunderte Sklaven durch die „moderne“ Fußbodenheizung das Wasser für die Badegäste temperierten. Anschließend tauchten sie im Amphitheater bei der Erlebnisführung „Mythos Gladiator“ hautnah in das harte Training und Leben der Arena-Kämpfer ein. „Bei Isaac [Anm.: so hieß der Schauspieler] durften wir mal wie ein echter Gladiator kämpfen!“, fasste ein Schüler den Nachmittag zusammen.

Dass der Kurs hochmotiviert war, zeigte sich am Abend: Eine freiwillige Zusatzführung führte die Gruppe nochmals zu den historischen Fassaden des Hauptmarktes und zum Dom. „Die lateinischen Inschriften direkt an den Häusern zu entdecken und gemeinsam zu übersetzen, hat richtig Spaß gemacht“, berichtete eine Schülerin nach der Besichtigung. „Toll, dass wir das heute noch lesen können!“, ergänzte eine Mitschülerin.

Morgenlicht im Dom und antike Inschriften

Bei einem spontanen Sonderrundgang schon vor dem Frühstück am Freitag fing der geostete Trierer Dom das Morgenlicht perfekt durch seine bunten Fenster ein, während der angrenzende Kreuzganggarten in der aufgehenden Sonne erstrahlte. Über die historische Judengasse ging es schließlich ins Rheinisches Landesmuseum. Dort bestaunte die Gruppe gigantische römische Mosaike und bewegende Funde wie die lateinische Inschrift eines antiken Kindergrabsteins.

Fazit: Drei lehr- und erlebnisreiche Tage, die den Lateinunterricht lebendig gemacht und die Kursgemeinschaft nachhaltig gestärkt haben!

 

Bei einem motivierten und interessierten Lateinkurs der 9. Klasse bedanken sich

Simone Meyer-Kirschner und Marcel Mertel-Brombacher

 

Autor: Simone Meyer-Kirschner